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Thema: Schöne Kristalle die grosse Schmerzen verursachen können.

 
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Mosaik



Anmeldung: 03.11.2010
Posts: 66
Wohnort: CH-8804 Au ZH

BeitragVerfasst am: 02.09.2011, 08:34
   Titel: Schöne Kristalle die grosse Schmerzen verursachen können.

Antworten mit Zitat

Beim Durchmustern von meinen neuen Schnitten, von der weissen Mistel / Viscum album (Loranthaceae), hatte ich plötzlich Kristalldrusen von Calziumoxalat gefunden.

Es ist oft so, dass wenn man ein Deatil entdeckt, man plötzlich mehrere davon findet. Das ist mir mit diesem Kristall passiert. Ich fand ihn schliesslich beinahe in jeder zweiten Zelle.

Sofort schaltete ich auf eine stärkere Vergrösserung:
WILD Fluotar 20x/0,60 / Kpl Okular 15x
Dann setzte ich eine einfache Polarisationseinrichtung ein. Zudem verwendete ich noch ein ROT I Kompensator.
Dieser ist in einer Drehfassung. Je nach Drehung kann man einen roten oder blauen Hintergrund erzeugen.


Wieso dieser Kristall gefährlich ist?
Diese Tatsache muss man im kulinarischen Bereich suchen.

Sobald die Rhabarberzeit beginnt, beginnt auch die Zeit der Nierensteine.
Der Saft der Rhabarber enthält hundert mal mehr Oxalate als die Mistel. Deshalb ist sie so fein sauer und eine willkommene Erfrischung in der heissen Zeit.

Doch ist Vorsicht geboten. Bekommt man zuviel davon, können plötzlich die Nieren zu schmerzen beginnen. Zudem hat man den Eindruck, dass man im nächsten moment platzen würde.
Ein NIERENSTEIN!
Die Oxalate der Rhabarber werden im sauren Milieu von der Niere als unlösliches Calziumoxalat ausgefällt. Der Kristall verstopft den Harnleiter und ritzt mit seinen scharfen Kannten auf der Innenseite das Epithel. Darum kann man Blut im Harn nachweisen.
Kleinere Steine können durch den Harnleiter von selber ausgeschwemmt werden - ist aber dennoch sehr scherzhaft, bis er die Blase erreicht.
Grosse müssen mittels Ultraschall zertrümmert werden.

Fazit - Vorsicht mit oxalathaltigen Nahrungsmitteln!

Haben Sie Fragen?
Nehmen Sie mit mir Kontakt auf!

walter.naenny@bluewin.ch



Astgabel M3Z - VST1 POL 015.jpg
 Beschreibung:
Radialschnitt von der Astgabel in Polarisation.
Die hellen Punkte im Parenchym sind alles Kristalle von Calziumoxalat.
Färbung: Etzold
 Dateigröße:  47.04 KB
 Angeschaut:  969 mal

Astgabel M3Z - VST1 POL 015.jpg



ROT Mit Messresultat.jpg
 Beschreibung:
Zwei solche Kristalle mit rotem Hintergrund.
 Dateigröße:  72.56 KB
 Angeschaut:  1016 mal

ROT Mit Messresultat.jpg



BLAU Mit Grössenangabe.jpg
 Beschreibung:
Die gleichen zwei mit blauem Hintergrund.
 Dateigröße:  64.42 KB
 Angeschaut:  997 mal

BLAU Mit Grössenangabe.jpg






Zuletzt bearbeitet von Mosaik am 04.03.2012, 17:18, insgesamt 2-mal bearbeitet
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mguwak



Anmeldung: 27.12.2007
Posts: 67
Wohnort: Eppstein

BeitragVerfasst am: 05.09.2011, 19:06
   Titel:

Antworten mit Zitat

Der hohe Gehalt an Oxalsäure ist die Ursache.
Aber nicht wegen den Kristallen, sondern der hohe Gehalt wirkt beim Menschen calciumzehrend. Für Nieren- und Gallenkranke Menschen ist Vorsicht geboten.
Denn im Dünndarm bildet sich aus der Oxalsäure und Kalzium, Kalziumoxalat. Über die Dünndarmschleimhaut kann diese Substanz nicht ins Blut gelangen, sondern geht mit dem täglichen Stuhlgang verloren.

Darum ist ab Mitte Juni das Essen von Rhabarber gefährlich.

Man kann diesen zwar in Wasser kochen, mindert aber nur den Gehalt. Und man darf das gekochte Wasser nicht mit verzehren.


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