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Thema: Fluorochromierung von Bakterien und Pilzen.

 
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Mosaik



Anmeldung: 03.11.2010
Posts: 66
Wohnort: CH-8804 Au ZH

BeitragVerfasst am: 16.09.2011, 09:01
   Titel: Fluorochromierung von Bakterien und Pilzen.

Antworten mit Zitat

Hier möchte ich vorausschicken, dass ich ausschliesslich mit Bakterien und Pilzen arbeite, die im Haushalt (Blumenvasen, Gartentümpel etc.) vorkommen.

Im Gegensatz zu den Diachromen, können Fluorochrome in sehr verdünnten Lösungen angewendet werden.
Die höchste Konzentration von diesen Farbstoffen liegt in einer Verdünnung von 1:10 gegenüber der üblichen Gebrauchslösung (1%). Das hat den Vorteil, dass die kleinen Bakterien und Pilzsporen bei der Fotografie nicht überstrahlt werden.

Am Besten ist, wenn man das Fluorochrom bereits in Ethanol 70% löst (maximal 1‰). Von dieser Ausgangslösung kann man die geeignetste Konzentration im Experiment ermitteln. Dabei nimmt man Verdünnungsschritte von 1 zu 2 vor, bis nur noch die Bakterien leuchten.

Zur besseren Färbung ist es auch möglich, dass man die Farbstoffe ansäuern kann. Zu diesem Zweck verwende ich eine wässerige Lösung von 1% Zitronensäure.

Ich möchte aber erwähnt haben, dass die spontane Fluorochromierung mit der Immunfluoreszenz NICHTS zu tun hat!

Bei der Immunfluoreszenz werden für die Färbung biologische Mechanismen herangezogen (Antikörper). Diese Färbmethode ist in der Medizin weit verbreitet. Heute bekommt man praktisch für jeden Krankheitserreger den spezifischen Antikörper, der an ein Fluorochrom gekoppelt ist.
Nur die Preise von solchen Substanzen lassen einen gut überlegen, ob man einen solchen Versuch selber machen soll. Zudem ist eben auch die Barriere von der Seuchenpolizei da, damit nicht einfach Jedermann mit gefährlichen Erregern „spielen“ kann.

Zur Bestimmung von Wasserbakterien gibt es ein sehr gutes Fachbuch aus der Serie „Süsswasserflora von Mitteleuropa“ begründet von A. Pascher. Der Band 20 befasst sich ausschliesslich mit Wasserbakterien.

Noch eine Bemerkung, bezüglich Auszentrifugieren von Bakterien aus dem Wasser. Unter G 9'000 kann man keine Bakterien verdichten. Zudem hat diese hohe Tourenzahl den Nachteil, dass der Zentrifugenkopf, ohne Kühleinrichtung, sich erwärmt.
Zentrifugen sind für Bakteriengewinnung nur bedingt tauglich.

Besser sind Membranfilter. Wenn man genügend Wasser durch das Filter gepumpt hat, kann man es sorgfältig trocknen und mit Immersionsöl glasklar machen. So kann man die Bakterien direkt auf dem Filter beobachten.
Mit etwas Übung kann man die Bakterien auf dem Filter auch färben.

Die präparative Vorgehensweise habe ich schon unter dem Titel „Deckglasfärbungen“ erläutert.

Haben Sie Fragen?
Nehmen Sie mit mir Kontakt auf!

walter.naenny@bluewin.ch



0410198020 HF klein.jpg
 Beschreibung:
Salmonella Typhii.
Die Färbung ist mir unbekannt, da ich die Ausstriche z.T. gefärbt und fixiert von einer Firma bekommen habe.
Doppelimmersion mit Achromat 100x/1,25 / Kpl Okular 15x / Hellfeld
 Dateigröße:  96.1 KB
 Angeschaut:  783 mal

0410198020 HF klein.jpg



0410198051 A-A - klein.jpg
 Beschreibung:
Salmonella Typhii in einer A-A-Reaktion mit einem fluorochromierten IgG Antikörper.
An Hand von den Randunschärfen kann man sehen, dass damals für die Aufnahme ein gewöhnliches Achromatobjektiv 100x/1,25, in Doppelimmersion, benutzt wurde. Als Beleuchtun
 Dateigröße:  126.38 KB
 Angeschaut:  787 mal

0410198051 A-A - klein.jpg






Zuletzt bearbeitet von Mosaik am 04.03.2012, 17:15, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Guntram



Anmeldung: 17.04.2011
Posts: 1

BeitragVerfasst am: 26.09.2011, 19:53
   Titel:

Antworten mit Zitat

Hallo Mosaik,
ich liebäugele, Fluorochrome bei Pilzsporen zu verwenden. Dazu drei Fragen:
-ist die Fluorochromierung der Arterkennung dienlich?
-woher bezieht man Fluorochrome?
-wie haltbar sind sie und wie teuer?
Guntram


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