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Mikroskopie-Treff.de - Übersicht  -  Mikroskopie
Thema: Konventionelle Präparationstechnik

 
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Mosaik



Anmeldung: 03.11.2010
Posts: 66
Wohnort: CH-8804 Au ZH

BeitragVerfasst am: 05.04.2012, 18:09
   Titel: Konventionelle Präparationstechnik

Antworten mit Zitat

Für Dauerpräparate ist es empfehlenswert, wenn man sinngemäss ausgerüstet ist. Mit sinngemäss meine ich, dass die Handutensilien und Installationen einen reibungslosen Arbeitsablauf garantieren sollen.

Folgende Gerätschaften sind unabdingbar notwendig:

- Eine Färbewanne mit einem Drahtgestell für die Objektträger.
Diese Wannen reichen für ca. 7 Objektträger pro
Arbeitsgang.
- Eine wasserfeste Unterlage mit einem schwarzen und einem
weissen Feld. z.T. sind Einzeheiten im Arbeitsprozess besser
mit scharzem Hintergrund sichtbar oder mit weissem
Hintergrund.
- Dann habe ich kleine, rechteckige Glasdeckel auf die ich die
gefärbten Schnitte mit einem Objektträger lege, damit ich ihn
mit einem Deckglas einbetten kann.
- Dann gehören auch Uhrgläser zu den Handutensilien:
Durchmesser ca. 50mm. Ich habe solche mit und ohne Loch.
Die mit Loch benötige ich für Deckglasfärbungen. Ich lege
das Deckglas mit einer Bakterienprobe ins Uhrglas und gebe
die nötige Menge Farbstoff darauf. Nach der Färbung kann ich
sorglos spülen, ohne dass mir das Deckglas wegschwimmt.
Denn das Spülwasser fliesst durch das Loch weg.
- Dann gehören Messinggewichte zum Beschweren der
Präparate, bis zur Trockene, zum Sortiment. Ich habe zwei
Ausführungen. die eine wiegt 21 Gramm und die andere 57
Gramm. Die kleineren setze ich im Vakuum ein. Nachdem
das Eindeckmittel entgast ist, wird ein 57 Gramm gewicht
eine Nacht lang auf das Deckglas gestellt.
- Hinzu kommen noch Pinzetten in verschiedenen
Ausführungen. Zum Teil benötigt man eine spitze, oder eine
grosse, je nach Bedarf. Mit den grossen kann man
Deckgläser punktgenau auf einen Objektträger legen. Man
kann sie so einklemmen, dass sie transportierbar sind, ohne
dass man sie berührt.
- Die Farbstoffe habe ich in Wegwerfspritzen aufgezogen. Um
lästige Schwebestoffe zu vermeiden, werden 13mm
Glasfaserfilter vorgeschaltet. Auf diese Art kann ich sehr
sauber arbeiten. Den Vorrat von Farbstoffen halte ich in gut
verschlossenen Penzcillingläsern. Die Farbstoffe halten darin
z.T. Jahrelang.
Jede Flasche ist mit einer Etikette "Nur für technische
Zwecke"
gekennzeichnet.
- Die Lösungsmittel halte ich mir in verschraubbaren
Braunglasflaschen von 100ml am Arbeitsplatz. Dabei sind es
20% / 50% / 70% Ethanol / 2-Propanol / OTTIX / Xylol und
2-Propanol mit 3% Salzsäure.
- Zuletzt sind noch geeignete Pipetten notwendig. Am Besten
ist, wenn man für die Ethanolstufen bis 2-Propanol andere
Ptpetten hat, als für OTTIX und Xylol.
- Hilfreich sind auch Papiertaschentücher in genügender Menge
und kleine Lappen z.B. von alten Hemden.
- Ganz vorsichtige Leute können für den Färbevorgang auch
Gummihandschuhe benutzen. Ich trage sie nur für ganz
bestimmte Arbeiten in der Mikrobiologie oder bei der
Herstellung von Farbstoffen.

Nun gibt es noch ein Hilfsmittel, das nicht zu unterschätzen ist. Manchmal fliessen die Farbstoffe zu früh vom Schnitt weg. Damit ich aber die Färbezeit einhalten kann, benutze ich flache O-Ringe, die ich um einen Schnitt lege. In diesen Ring träufle ich den Farbstoff, der, bis zum Ende der Färbezeit, in diesem Ring bleibt. Dieser Ring hatte mir schon viel Farbstoff gespart.

Wer die Einbettungstechnik ganz perfekt ausbauen will, der schaue sich für eine Vakuumpumpe um. Diese entgast das Mikropräparat, dass das Einschlussharz schneller härtet. Zudem werden die Prtäparate viel flacher, was für die geringe tiefenschärfe der Objektive besser ist.

Diese Liste umfasst nur die nötigen Utensilien für die unmittelbare Färbung und Einbettung.

Weder die Fixiermethoden, noch die beiden Schneidetechnitken, Paraffin- und Gefriermethoden, die Aufklebetechnik und die Weiterverarbeitung der augeklebten Schnitte bis zum Färben und zum Einbetten, habei ich damit tangiert.

Diese Methoden werden in einem späteren Beitrag abgehandelt werden.

Mit freundlichen Grüssen
Mosaik

Homepage: www.bonis-artibus.ch

P.S.
Geeignete Bilder folgen!!


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