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Thema: Pflanzendokumentation

 
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Mosaik



Anmeldung: 03.11.2010
Posts: 66
Wohnort: CH-8804 Au ZH

BeitragVerfasst am: 11.05.2013, 09:02
   Titel: Pflanzendokumentation

Antworten mit Zitat

Es gibt endlose Bilder über Pflanzen. Begonnen mit den Blumensträussen, über die Makroaufnahmen bis zu den Mikrofotos, werden täglich tausende von Bildern gemacht.

Doch haben alle diese Teilinformationen einen Sinn?
Den gäbe es nur, wenn man alle Teilbilder, die weit verstreut sind, zu einer umfassenden Dokumentation zusammenstellen könnte.

Doch auch dann würden noch Aspekte für eine vollständige Dokumentation fehlen.
Zuerst müsste man die Taxonomie, die auch überall vertreut herum liegt, zusammenziehen.
Dann müsste man auch die chemischen Nachweise suchen und zu den vorhandenen Informationen dazu zählen.

Dann wäre man schon ein Schritt weiter. Doch eine vollkommene Dokumentation hätte man auch dann noch nicht.

Bis jetzt hat die Makrofotografie noch nie alle morphologischen Details von einer Pflanze dokumentieren können.

Zudem hat auch die Mikroskopie noch nie alle möglichen Schnittrichtungen von einer Pflanze genutzt. Wenn sie Stängelquerschnitte und vereinzelt auch andere Organe schon präpariert hat, sind trotzdem nicht alle Schnittmöglichkeiten ausgenutzt worden.

Allein für eine Mistel (Viscum album) habe ich ca. 24 lohnende Schnittrichtungen gefunden.
Die Dokumentation für die Mistel ist noch nicht ganz vollkommen. Es fehlen noch ein paar Makroaufnahmen, Mikroaufnahmen und vor Allem die mikrochemischen Nachweise von den Wirkstoffen. Diese Mängel sind bereits in Bearbeitung.

Nun könnte man sagen, dass eine dermassen umfassende Dokumentation für Privatleute nicht möglich sei – DOCH es ist MÖGLICH!

Wenn man beobachtet was für immense Möglichkeiten Heute für einen Privatmann/frau möglich sind, dann kann man nicht mehr sagen „es ist unmöglich“.

Meine bescheidenen Verhältnisse haben mir erlaubt, über Jahre hinweg, meine heutigen Ressourcen systematisch auf zu bauen. Heute bin ich so weit, dass eine Volldokumentation für mich möglich ist.

Was gehört zu einer solchen Volldokumentaion:

a) Die ganze Taxonomie mit allen 16 Taxa, vom Regnum (Reich) bis zur Art.
Das Prinzip findet man in: Strasburger / „Lehrbuch der Botanik für Hochschulen.“

b) Die morphologischen Eigenheiten einer Art, mit Einsatz von der Makrofotografie.

c) Die anatomischen Eigenheiten einer Art, mit dem Einsatz von der Mikrofotografie, in allen ihren ausgefächerten Möglichkeiten.

d) Die Mikrochemie zum Nachweis von physiologischen Produkten wie Wirkstoffe, bei den Heilkräutern, oder Duftstoffe, oder andere chemische Merkmale. Das beste Verfahren ist die Dünnschichtchromatografie. Diese kann man, als Privatmann, ohne Weiteres bestreiten.

e) Ein weiterer Faktor ist der Standort von einer Pflanze. Da sind die ökologischen und geologischen Merkmale von ausschlaggebender Bedeutung.

Ich finde es unfassbar, dass alle diese Angaben irgendwo herum liegen und bis jetzt sich noch NIEMAND darum gekümmert hat, sie an einem Ort (Datenbank) zusammen zu ziehen.

Um meine taxonomische Datenbank entwickeln zu können, brauchte ich 16 Jahre.
Nicht das Datenbank Konzept brauchte so viel Zeit. Vielmehr ging es darum, die nötigen Quellen mit solchen Namen zu erschliessen.
Zuerst kaufte ich mir Bücher, wo Gattungsnamen, neben anderen Informationen, vertreten waren.
Dann suchte ich auf GOOGLE nach Gattungsdatenbanken. Die grösste hatte bei gewissen Namen von kernlosen Algen und Bakterien, Pilzen, Algen und Gefässkryptogamen auf weitere Datenbanken hingewiesen. So erstreckte sich der Suchprozess auf Jahre hinaus.
Heute ist diese Datenbank für mich ein nützliches Werkzeug.

Zum Teil gibt es Mikroskopiker, die für ihr Spezialgebiet, relativ umfassende Informationen ihren mikroskopischen Bildern hinzu fügen. Das sind aber nur wenige. Alle anderen dümpeln, wie die Leute in der Makrofotografie, in Details herum.

Für eine ganze Dokumentation einer Pflanze darf man den Aufwand nicht scheuen.
Doch wenn sie erstellt ist, kommt man schnell auf den Gedanken, dass man weitermachen möchte.

„Und ist eine Idee erfüllt, kriegt sie sogleich wieder Junge!“
Frei nach Willhelm Busch.



Maske für die Pflanzentaxonomie klein.jpg
 Beschreibung:
Vorschlag für eine Maske in der Pflanzentaxonomie.
Angelehnt an das Lehrbuch der Botanik für Hochschulen / Strasburger
 Dateigröße:  21.5 KB
 Angeschaut:  948 mal

Maske für die Pflanzentaxonomie klein.jpg




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