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Mikroskopie-Treff.de - Übersicht  -  Mikroskopie
Thema: Frisch gewagt ist halb’ gewonnen

 
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Mosaik



Anmeldung: 03.11.2010
Posts: 66
Wohnort: CH-8804 Au ZH

BeitragVerfasst am: 16.06.2013, 09:03
   Titel: Frisch gewagt ist halb’ gewonnen

Antworten mit Zitat

Man hört um die Mikroskope und die Mikrosfotografie, dass so viele Probleme gescheffelt werden. Oft kommt man in Zweifel, ob es noch einen Sinn hat, zu mikroskopieren. Mir ging es so, dass diese Ratlosigkeit plötzlich umgeschlagen hat.

Mit Mut versucht man schliesslich selber aus der Praxis heraus zu experimentieren – und siehe da, die Probleme sind gar nicht so gross, wie gewisse Leute tun – oder man nimmt die Kritik dankbar an, wenn sie begründet ist, und sucht Wege einen Mangel zu beheben.

Vielfach wird mit der Problematik, aus welchem Grund auch immer, übertrieben.

Das kann viele Leute von der Freude am Mikroskopieren abhalten.

Neuerdings habe ich gegenüber Kritikern einen Prüfstein gesellt. An Hand der Aussage entscheide ich, wie ehrlich der Kritiker es meint. Dabei bin ich kritisch gegen den und auch gegen mich. Ich schaue die Resultate vom Kritiker an, und frage mich, ob die schönen Bilder bei ihm Routine sind, oder ob sie nur Schauobjekte sind. Mit anderen Worten prüfe ich den Kritiker nach seinen Resultaten.

Meistens kommt daraus heraus, dass alles nur eitle Schumschlägerie ist, was da herumgepaukt wird. Die Leute, die an einen herumkritisieren, setzen ihren Perfektionismus niemals als Routine bei ihnen ein.

Heute gibt es so viele optische Kombinationsmöglichkeiten, dass es auch für Kritiker schwer wird, die ganze Wahrheit zu sagen.

Wenn sich dann eine Kombination bewährt, stelle ich von der besseren Ausrüstung ein Protokoll auf, um es als zukünftige Grundlage zu gebrauchen.

Es heisst dann noch nicht, dass diese Empfehlung alle Probleme einschliesst. Doch hat man eine Grundlage, worauf man individuell aufbauen kann.


Das Gleiche, was für die Optik gilt, gilt auch für die Mikropräparation. Die Gewebe sind dermassen verschieden, dass man bei jeder Färbung gut beobachten muss, ob es die richtige ist, oder nicht.

Es ist offensichtlich, dass es Heute Farbkombinationen gibt, die man praktisch universell einsetzen kann. Doch kommt dann die Frage auf: „Lohnt es sich, jeden Schnitt gleich zu färben?“ – NEIN, das lohnt sich nicht. Jeder Farbstoff färbt immer nur dieselbe Zellgruppe. Das kann mit der Zeit langweilig werden.

Hat man aber mehrere Färbemöglichkleiten, dann können auch verschiedene Zellgruppen hervorgehoben weren.

Auch hier kommt man am Experiment nicht vorbei. Auch hier heisst es, die gesammelten Erfahrungen für später zu notieren.

Nun komme ich an einen weiteren, neuralgischen Punkt in der Mikroskopie.

An einem Sonntag hatten ein Freund und ich dutzende von Mikrofotos produziert. Um die Daten festhalten zu können, hatte ich eigens dafür ein Protokollformular aufgestellt.

Dabei wurde schön, Bild um Bild auf diesem Formular eingetragen. Jedem standen zwei Filme zu 36 Bildern zur Verfügung.

Schliesslich war es dem Kollegen verleidet, immer diese Angaben nach zu führen. Er setzte „Gänsefüsschen“ ein.

Als wir dann die enwickelten Dias zurückbekamen, wollten wir die Angaben mit den Bildern vergleichen. Bei mir war das möglich, doch der Kollege konnte seine ganze Arbeit in den Kübel werfen. Das Protokoll war völlig unbrauchbar.

Damit möchte ich sagen, dass man sich in der Mikroskopie nicht vor harter „Knochenarbeit“ scheuen darf. So genau, wie das Mikroskop die Natur zeigt, so genau muss auch, OHNE ABKÜRZUNGEN, protokollieret werden, sonst kann man das Mikroskopieren aufgeben.

Ich wünsche guten Mut zum eigenen Experiment und zur gewissenhaften Protokollierung.


Walter Nänny

Homepage: www.bonis-artibus.ch



_1207081 Mikroskopietreff.JPG
 Beschreibung:
Flächenschnitt durch das Schwammparenchym von einem Mistelblatt.

Die Blattnerven kann sehr gut sehen.

Rhodamin B-Acridingelb /
Blaulichtfluoreszenz.
 Dateigröße:  167.21 KB
 Angeschaut:  1017 mal

_1207081 Mikroskopietreff.JPG



2013-03-08-20.43.48 ZS PMax.jpg
 Beschreibung:
Zwei Misteln treiben ihre Keilwurzel in das Holz von einem Wirt.

Mir wurde mit viel Theorie abgeraten, meine CMOS Kamera im Mabrobereich ein zu setzen.

Meinen Versuch aus der Praxis sehen Sie hier.

CMOS Kamera mit OLYMPUS Makro 50mm/3,5 / Blende 8 /
 Dateigröße:  94.82 KB
 Angeschaut:  974 mal

2013-03-08-20.43.48 ZS PMax.jpg




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