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neco
Anmeldung: 07.01.2010 Posts: 3
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Verfasst am: 07.01.2010, 09:54
Titel: Mikroskop im Flugzeug
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Ich werde mir in den nächsten Woche sehr wahrscheinlich ein Mikroskop kaufen und muss dieses dann unter Umständen auch gleich im Flugzeug von München nach Kapstadt transportieren.
Laut der Fluggesellschaft (Emirates) darf ich ein Mikroskop nicht mit ins Handgepäck nehmen (wegen dem Glas) sondern muss es mit dem anderen Gepäck aufgeben. Ich habe diesbezüglich schon mal schlechte Erfahrungen gesammelt, dass Sachen aus dem Gepäck geklaut wurden.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit Mikroskopen im Flugzeug?
Gibt es Möglichkeiten das Instrument ins Handgepäck zu nehmen?
Wie sicher ist das Aufgeben des Mikroskopen beim fliegen in Bezug auf Stabilität, hält das Mikroskop das aus?
Danke für die Hilfe.
Neco
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flatratte
Anmeldung: 09.01.2006 Posts: 31 Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
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Verfasst am: 07.01.2010, 19:58
Titel:
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Hallo,
... falls es sich um ein Neu-Gerät handelt, einfach das Teil und das Zubehör in die Verpackung zurück! Die üblichen 'Carrier' gehen nicht schonender mit ihrer Fracht um als die Fluggepäck-Abfertigung. Andernfalls würde ich bei einem größeren Gerät schwerere Baugruppen jeweils in Decken wickeln, man könnte ja so eine alte Militärdecke auch mal zerschneiden ...
Gruß
Flatratte
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neco
Anmeldung: 07.01.2010 Posts: 3
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Verfasst am: 08.01.2010, 06:58
Titel:
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Danke für die hilfreichen Antworten.
Ich kann noch nicht sagen um welches Mikroskop es sich handeln wird. Bin diesbezüglich gerade mit einem Fachhändler im Gespräch, der mir das Mirkoskop auf meine Bedürfnisse zusammensetzen wird.
Dem hab ich das mit den Transportproblemen auch gesagt und gebeten bei der Auswahl darauf Rücksicht zu nehmen und mir auch gleich einen guten Koffer für das Instrument mit zu organisieren.
Versicherungen werden (so weit ich weiß) nicht direkt von den Fluglienien angeboten sondern von externen, ganz normalen, Versicherungen. Das Gepäck wird also auch nicht anders Behandelt. Ich erhalte lediglich im Falle eines Diebstahls lediglich einen Teil des Geldes wieder. Mehr nicht.
An eine Kombination aus Originalverpackung und Decken habe ich auch schon gedacht. Wird dann halt sehr groß und schwer.
Hat denn irgendjemand erfahrungen mit Sondergepäck im Flugzeug. Manche Linien transportieren ja auch Sportgeräte ohne Aufpreis. Hat jemand Erfahrungen ob es so etwas auch für "wissenschaftliche" Instrumente gibt?
Eine perfekte Lösung wird es dafür wohl nicht geben. Eure Antworten helfen mir zumindest alle Möglichkeiten abzuwägen. Danke!
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seppl
Anmeldung: 04.01.2008 Posts: 14
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libertarian

Anmeldung: 19.04.2009 Posts: 8 Wohnort: Boston
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Verfasst am: 02.02.2010, 03:53
Titel:
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Neco,
Nach meinen Erfahrungen geht sowas im Grunde ganz gut. Ich habe schon mal meinen ganzen Hausstand per Flugzeug verschickt. Das wichtigste (egal ob per Flugzeug, Post, UPS, FedEx oder Fracht...) ist die richtige Verpackung. Mein Mikroskop habe ich damals per Originalverpackung (Karton mit Styroporeinsatz) verschickt. Und im Vergleich zu einer Reihe wertvoller Gitarren und Zubehoer, war das meine geringere Sorge...
Neben der eventuell notwendigen Investition in geeignete Koffer/Kisten/Kartons kann man dann noch ueber eine Versicherung nachdenken. Nach meinen Erfahungen gehen aber die Flughafenbetreiber und Fluggesellschaften heute recht gut mit dem Gepaeck um, besonders wenn Sachen entsprechend gekennzeichnet sind und evtl. als Sondergepaeck aufgegeben werden.
Handgepaeck muesste im Grunde gehen, wenn man einen Koffer hat, der IATA Abmessungen, bzw die zugelassenen Abmessungen der jeweiligen Fluglinie nicht ueberschreitet. 100% drauf verlassen, dass nicht jemand Sicherheitsbedenken hat und einen zwingt, das gute Stueck dann doch noch aufzugeben, gibt es aber sicher nicht. Aber im Grunde ist sowas ja nichts anderes als eine etwas groessere Fotoausruestung oder sowas. Nur Fluessigkeiten, Skalpelle, Mikrotommesser oder Objekttraeger etc wuerde ich nicht mit einpacken.
Noch ein Tipp fuer die Rueckreise: Fragen Sie beim deutschen Zoll nach, ob sie bei Abreise einen Ausfuhrnachweis (oder was immer der korrekte Begriff ist) bekommen koennen, damit Ihnen bei der Rueckreise nach Deutschland niemand unterstellt, sie haetten das Ding im Ausland gekauft und es falle jetzt Zoll an. Der deutsche Zoll kann sich naemlich extrem komisch anstellen, besonders bei "exotischen" Geraetschaften.
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libertarian

Anmeldung: 19.04.2009 Posts: 8 Wohnort: Boston
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Verfasst am: 02.02.2010, 04:00
Titel:
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Nochwas: Wie lange bleiben Sie denn in Kapstadt? Und haben Sie da eine zuverlaessige Kontaktadresse?
Evtl. lohnt es sich ja, das Mikroskop per FedEx o. ae. zu verschicken. Dann ist es gescheit versichert.
Alternativ: vielleicht koennen Sie in Kapstadt ja irgendwo ein Mikroskop mieten oder kaufen und wieder verkaufen.
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neco
Anmeldung: 07.01.2010 Posts: 3
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Verfasst am: 09.03.2010, 18:18
Titel: erfolgreiches Ende
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Ein großes Danke an alle, für die zahlreiche Mithilfe.
Natürlich möchte ich euch jetzt auch noch erzählen wie alles verlaufen ist.
Der Plan war ja ein Mikroskop von München nach Kapstadt zu transportieren.
Ich versuche schon seit längerer Zeit ein gutes Einsteiger-Mikroskop zu besorgen, doch leider haben mich alle Kontakte hier in Südafrika enttäuscht. Am erfolgversprechendsten war eine deutsche "Fachfrau" in Johannesburg. Nachdem meine Anfrage für biologische Mikroskope in einem Kostenvoranschlag mit Stereomikroskopen endete, hat sich allerdings auch diese Seite nicht mehr gemeldet.
In Deutschland hat alles auf Anhieb geklappt: Gekauft habe ich mir ein BMS D1 trinokular über Windaus. Während meines Urlaubs im Februar wurde dann die Bezahlung und der Versand abgewickelt. Jetzt musste ich nur noch das Problem mit dem Flug lösen:
Eine Transportbox vom Hersteller (für dieses Mikroskop) gibt es, doch glücklicherweise wurde mir von Windaus davon abgeraten, da diese wohl nicht so stabil sei. Als Alternative wurde mir die Originalverpackung aus Styropor empfohlen.
Ein weiterer Anruf bei der Fluggesellschaft (Emirates) ergab dann auch, dass Mikroskope nun doch im Handgepäck transportiert werden dürfen, eine schriftliche Bestätigung dessen, konnte mir aber nicht ausgestellt werden.
Meine Lösung war dann folgende:
Alle weniger empfindlichen (Kabel), billigen (Petrischalen) und gefährlichen (Besteck) Gegenstände kamen in meine T-Shirts gewickelt ins aufgegebene Gepäck, das Mikroskop wurde leicht demontiert und im Handgepäck verstaut (Rucksack).
Durch das Mikroskop alleine, war mein Handgepäck um etwa 0.5 kg zu schwer, dazu kommt noch Laptop, externe Festplatte, Kamera und Zahnbürste. Zudem wurden die Mindestabmessungen ein gutes Stück überschritten und ich hatte noch immer eine gewisse Unsicherheit, ob ich überhaupt durch die Kontrolle komme.
Abgesehen davon, dass ich bei der Kontrolle wirklich alles auspacken musste und das Mikroskop zweimal durch den Scanner geschickt wurde, hat alles geklappt.
Das Ende der Geschichte wurde somit zum Erfolg und ich zum Anfänger im Mikroskopieren.
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