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Thema: Flechten 1x1

 
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mguwak



Anmeldung: 27.12.2007
Posts: 67
Wohnort: Eppstein

BeitragVerfasst am: 17.06.2011, 11:35
   Titel: Flechten 1x1

Antworten mit Zitat

Diese Seite wird immer wieder editiert werden und befindet sich noch im Aufbau!

Ich möchte hier ein wenig die Welt der Flechten anderen zeigen.
Es gibt einige Begriffe oder Erklärungen, die ich hier einfach rein schreiben werde. Jeder kann daran mit arbeiten, wenn er möchte.
Fragen oder Änderungen, einfach per PM an mich oder Mail:

mike.guwak[at]flechtenmikroskopie.de [at] durch @ ersetzen.

Einleitung
In Foren lese ich immer wieder, wie an reinen Habitus Bildern, Bestimmungen vorgenommen werden. Das ist in meinen Augen, keine Bestimmung.
Vergleiche mit anderen Bilder durch google bringen gar nichts. Wirklich sicher sind nur Untersuchungen am Mikroskop mit den Tüpfelreaktionen.
Ich kennen Lichenologen, die keine Bestimmungen nur anhand von Habitus Bildern vor nehmen würden. Dazu ist die Fehlerquote zu hoch.
Darum habe ich mich entschieden, das Flechten 1x1 zu verfassen. Jeder der sich mit Flechten befassen möchte, muss sich im klaren sein,
das es ein nicht leichtes und sehr aufwändiges Thema ist.

Literatur
Wenn man sich mmit dem Thema Flechten beschäftigt, kommt man nicht drum herum, sich gute Literatur zur Bestimmung von Flechten zu kaufen.
Die hier aufgeführte Literatur habe ich selber. Es sind auch ältere Bücher dabei, die in meinen Augen nicht schlechtsind, zum Bestimmen von Flechten.

Kalkflechten der Schwäbischen Alb - ein mikroskopisch anatomischer Atlas
Von Felix Schumm
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Books on Demand Gmbh; Auflage: 1 (16. Mai 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3844873651
ISBN-13: 978-3844873658

Epiphytische Flechten als Umweltgütezeiger: - eine Bestimmungshilfe
Von Jan-Peter Frahm, Felix Schumm, Norbert J. Stapper
Broschiert: 164 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1., Auflage (29. Januar 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839152992
ISBN-13: 978-3839152997

Die Flechten Baden-Württembergs: 2 Bände
Von Volkmar Wirth
Gebundene Ausgabe: 1006 Seiten
Verlag: Ulmer (Eugen); Auflage: 2., vollst. neubearb. u. erw. A. (1995)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3800133253
ISBN-13: 978-3800133253

Lichenes. Eine Einführung in die Flechtenkunde (Broschiert)
Von Aino Henssen
Broschiert: 467 Seiten
Verlag: Thieme Georg Verlag (Januar 1988)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3134966018
ISBN-13: 978-3134966015

Flechtenflora von Südwestdeutschland
Von Karl Bertsch
Gebundene Ausgabe: 251 Seiten
Verlag: Ulmer; Auflage: 2., völlig neubearb. u. erw. Aufl. (1964)

Flechtenflora von Nordwestdeutschland
Von Christian Friedo Eckhard Erichsen, Willi Christiansen
Sondereinband: 411 Seiten
Verlag: G. Fischer (1957)

Bestimmungsschlüssel europäischer Flechten
Von Josef Poelt
Broschiert: 757 Seiten
Verlag: Cramer (1969)
Dazu gibt es noch zwei Ergänzungs Bänder

Chemie bei Flechten
Es gibt einige Chemikalien die man zum bestimmen von Flechten braucht.
Diese werden in Büchern auch immer wie folgt bezeichnet:

K
Kalilauge. Wenn man an Kalilauge nicht heran kommt, geht auch ein Rohrreiniger, in Pulver Form.
Die meisten enthalten Kalilauge. Aber nur das weiße Pulver nehmen, auf keinem Fall silberne Kügelchen in Wasser lösen.
Der Nachteil ist, dass man je nach Hersteller, Kristalle unter der Probe sehen kann.
K+ = Reaktion durch Färbung
K- = keine Reaktion

C
Calciumhypochlorit. Da es aber nicht so lange haltbar ist, nehmen die meisten Lichenologen Dan Klorix. Das aus der blauen Flasche.
Es ist lange haltbar und bekommt man auch in jedem Geschäft Wink
C+ = Reaktion durch Färbung
C- = keine Reaktion

P
para-Phenylendiamin. Das kann nur über einen Arbeitskreis oder Verein bezogen werden. Da gibt es keinen Ersatz für.
Diese Lösung nur vor einer Untersuchung in wirklich kleinen Mengen (Wenige Tropfen) anfertigen.
P+ = Reaktion durch Färbung
P- = keine Reaktion

J
Jod-Lösung. Kann in jeder Apotheke bezogen werden. Lugol`s Lösung nennen und sie kann es bestellen.
J+ = Reaktion durch Färbung
J- = keine Reaktion

UV
Ultraviolettstrahlung. kurz- (254 nm) u. langwellig (366 nm)

Ich mache die Reaktion immer mit einer Nähnadel. Am Ende haben diese immer eine Öse. Diese Seite tauche ich in die Flüssigkeit ein
und es bleibt genug für einen Test daran haften.

Eine gute Übersicht, der wichtigsten Inhaltstoffe und ihre Reaktionen gibt es im Buch

Volkmar Wirth
Die Flechten Baden-Württembergs Teil 1 Seite 34 bis 36


Diejenigen Flechtensubstanzen, die Farbreaktionen mit einem oder allen der erwähnten Reagenzien geben, sind hier mal aufgeführt.

P+ gelb-rot, K+ gelb-rot
Atranorin, Baepmycessäure, Chloratranorin, Decarboxythamnolsäure, Hämathamnolsäure, Thamnolsäure, Norstictinsäure, Physodalsäure, Fumarprotocetrarsäure,
Protectrarsäure, Salazinsäure, Stictinsäure, Barbatolsäure, Alectorialsäure, Virensäure, Constictinsäure.

P+ gelb-rot, K-
Pannarin, Psoromsäure (Fumarprotocetrarsäure, Virensäure).

C+ rot, K+ gelb-rot, P-
Hiascinsäure, Cryptochlorophaeasäure, Merochlorophaeasäure, Paludosasäure, Ramalinolsäure, Scrobiculin, Hypothamnolsäure.

Quelle: Lichens von A. Henssen & H.M. Jahns, Georg Thime Verlag, 1974 S. 175/176


Dünnschnitte von Flechten

Flechtenmaterial kann man mit etwas Übung ausreichend dünne Handschnitte anfertigen und muss somit kein teures Mikrotom anschaffen. Benötigt wird lediglich eine (halbierte) Rasierklinge, ein Stereomikroskop und als Einbettmedium PEG 1500 (Polyethylenglykol).

Man beginnt mit dem getrockneten Material. Vor dem Schneiden legt man das trockene Material für 24 h in eine 20 % wässrige Lösung von PEG 1500. Dann legt man das nasse, mit PEG-Lösung durchtränkte Blatt oder einen Teil davon auf einen Objektträger und lässt das Wasser verdunsten (ca. 24 h). Anschließend ist das Objekt mit PEG imprägniert (eingebettet) und gleichzeitig auf dem Objekträger leicht festgeklebt.

Dann beginnt das Schneiden unter dem Stereomikroskop. Den linken Zeigefinger legt man dazu auf das Objekt und schneidet dann mit der Rasierklinge entlang der Fingerkuppe einmal großzügig einen Streifen ab. Dann hat man eine gerade Schnittkante und von dort aus beginnt man. Wenn man jetzt den linken Zeigefinger ein wenig zurücknimmt oder die Rasierklinge etwas fester an die Fingerkuppe drückt, erhält man einen ersten Schnitt. Etwas Übung braucht man schon und mit der Zeit entwickelt sich ein motorisches Feingefühl, das zu hinreichend dünnen Schnitten führt.

Die Schnitte legt man in 10 % ige PEG Lösung, damit sich das PEG nicht zu rasch wieder auflöst und dabei den Schnitt beschädigt. Querschnitte von Flechten kann man ohne weitere Färbung in Euparal einschließen und dann untersuchen.
Literatur zur Einbettung in PEG findet sich hier:
Halle W (1959): Die Verwendung von wasserlöslichen Polywachsen als Einbettungsmittel in der histochemischen und histologischen Technik. Mikrokosmos Band 48, Seite 275
Schumm F (1965): Präparation der Flechten. Mikrokosmos 54(4):125-127
Schumm F (1968): Bau und Untersuchung der Schriftflechte. Mikrokosmos 57(3):78-79
Schumm F (1971): Die Becherflechte Cladonia furcata. Mikrokosmos, 1971, 60(2):45-46
Türler S (1972): Ein ideales Einbettungsmittel? Erfolge und Schwierigkeiten mit Polyäthylenglykol. Mikrokosmos Band 61, Seite 91
Theiler R (1973): Polyäthylenglykol als Hilfsmittel beim Gefrierschneiden. Mikrokosmos Band 62, Seite 59
Krauter D (1979): Das Kosmos-Mikrotom. 3. Wahl der Objekte. Durchtränkung mit Paraffin oder Polyäthylenglykol. Mikrokosmos Band 68, Seite 144
Jentzen A (1988): Erfahrungen mit Histowachs. Mikrokosmos Band 77, Seite 57
Pareto A (1989): Rasches Einbettungsverfahren für krautige Pflanzenteile in Polyäthylenglykol. Mikrokosmos Band 78, Seite 255
Pareto A (1989): Polyethylenglykol als besonders gut geeignetes Einbettungsmedium für trockene Samenschalen von Leguminosen. Mikrokosmos Band 78, Seit 337
Gruber M (1989): Einbettung von Pflanzenteilen in Polyethylenglykol. Herstellung von perfekten Dünnschnitten mit dem Handmikrotom. Mikrokosmos Band 78, Seite 124
Schumm F (1990): Untersuchung von Leimflechten. Mikrokosmos 79(8.):225-230
Schumm F (1990): Untersuchung von Schlauchpilzen (Ascomyceten) 1. Stigmatea robertiana. Mikrokosmos 79(11): 328-334
Schumm F (1990): Untersuchung von Schlauchpilzen (Ascomyceten) 2. Hysterium pulicare. Mikrokosmos 79(12): 369-372
Schumm F (1991): Untersuchung von Schlauchpilzen (Ascomyceten) 3. Diatrype disciformis. Mikrokosmos 80(4): 117-120
Schumm F (1992): Untersuchung von Schlauchpilzen (Ascomyceten) 4. Pilze auf Dung. Mikrokosmos 81(1): 1-11
Schumm F (1993): Untersuchung von Schlauchpilzen (Ascomyceten) 5. Pilze auf Brennessel. Mikrokosmos 82(3): 161-166


Paraphysen

Paraphysen sind sterile Hyphen, zwischen die die Asci einwachsen. Ihre Endzellen sind häufig keulig oder kopfig verdickt und bei manchen Arten pigmentiert. Die Verzweigung der Paraphysen variiert stark. Sie sind fast immer deutlich oder undeutlich septiert.


Einfache Paraphyse am Ende mit gelben Kristallen inkrustiert. (Bild Xanthoria parietina (L.) Th. Fr.)


Paraphysen verzweigt, septiert und an den Enden verdickt. (Bild Caloplaca holocarpa (Hoffm. ex Ach.) Wade)

Weitere Paraphysen folgen.

Asci

Text folgt noch.

Apikalstrukturen


Bilimbia sabuletorum (Schreber) Arnold


Lecanora conizaeoides Nyl. ex Crombie


Physcia stellaris (L.) Nyl.

Weitere Apikalstrukturen folgen.

Soralen

Text folgt noch.


Kopfsorale, Hypogymnia tubulosa (Schaerer) Havaas


Lippensorale, Hypogymnia physodes (L.) Nyl.


Spaltensorale, Parmelia sulcata Taylor


Bortensorale, Punctelia subrudecta (Nyl.) Krog

Isidien

Isidien sind Auswüchse an der Thallus Oberfläche von Flechten, die als Diasporen der vegetativen Vermehrung dienen. Sie enthalten im Zentrum Algenzellen und werden von einer durch Hyphen des Pilzes gebildeten Rinde umschlossen.


Entwicklungstadium einer Isidie bei Parmelina tiliacea (Hoffm.) Hale


zylindrisch, Parmelia saxatilis (L.) Ach.


stiftförmig, Parmelina_tiliacea (Hoffm.) Hale


blattförmig, Melanohalea exasperatula (Nyl.) Blanco et al.


korallenartig, Pseudovernia furfuracea (L.) Zopf.


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