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Mikroskopie-Treff.de - Übersicht  -  Mikroskopie
Thema: Kein Problembewusstsein?

 
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kurpfalz



Anmeldung: 13.07.2001
Posts: 16

BeitragVerfasst am: 16.07.2001, 06:51
   Titel: Kein Problembewusstsein?

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Es gibt wohl kaum ein Instrument, mit dem soviel Unsinn gemacht wird, wie mit dem Mikroskop. Wer einmal sehen will, welche Probleme beispielsweise Mediziner (es handelt sich um Ärzte mit eigener Praxis) mit dem Mikroskop haben, der kann sich folgende Seiten mal anschauen (Erste Hilfe).

Meiner Erfahrung nach fehlt es hier oft an einem Problembewusstsein. Wenn das Mikroskop kein gutes Bild liefert, dann liegt es am Mikroskop (taugt nichts), oder ist eben "normal". Auf die Idee, einen Fehler bei der Benutzung des Mikroskops zu machen kommen nur wenige.

Es gibt also sehr viel Mikroskop-Anwender, die ihr Mikroskop nicht richtig bedienen können, sich dessen aber gar nicht wirklich bewußt sind. Gibt es überhaupt eine Möglichkeit diesen recht umfangreichen Personenkreis überhaupt zu erreichen (z.B. durch ein Mikoskopie-Forum)?

Christian Linkenheld


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Ra_Engelmann



Anmeldung: 12.07.2001
Posts: 37
Wohnort: Magdeburg

BeitragVerfasst am: 16.07.2001, 07:21
   Titel: Kein Problembewusstsein?

Antworten mit Zitat

Das mit der falschen Benutzung würde ich anders sehen. Wenn der unbedarfte Benutzer mit Mikroskope A (technisch gut) nur mässige Resultate erzielt und mit Mikroskop B (technisch mässig) dagegen gute, so ist für ihn Mikroskop B ganz legitim das bessere Werkzeug. Es bleibt dem Nutzer überlassen, wie tief er sich in die Materie reinknien will. Wenn er das nicht möchte (z.B. aus Zeitgründen), verdient er trotzdem eine gute bzw. eigentlich eine noch viel sorgfältigere Beratung.

Für Mikroskopie-Foren bedeutet dies, dass man den Adressatenkreis tatsächlich erweitern kann, wenn eben auch pragmatisch gedacht wird. Die neuen Nikon und Olympus Kurs- und Labormikroskope bieten z.B. einige interessante Funktionen für den wenig geübten Benutzer. Ich denke, man sollte solche Funktionen wie Fokus Finder oder automatische Kondensoreinstellung wirklich positiv hervorheben, muss aber auch erwähnen, wo diese die spätere Ausbaubarkeit behindern.

Mikroskopie für Einsteiger ist da eigentlich der falsche Begriff, die Anforderung heisst eher Mikroskopie mit geringem Zeitaufwand oder Mikroskopie mit hohem Durchsatz. Das ist ein ganz eigenes Feld.


Ralf


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kurpfalz



Anmeldung: 13.07.2001
Posts: 16

BeitragVerfasst am: 16.07.2001, 17:15
   Titel: Kein Problembewusstsein?

Antworten mit Zitat

Es ist sicher richtig, dass ein Mikroskop in aller Regel zunächst für die meisten Anwender nur ein Arbeitsgerät ist - und das hat natürlich entsprechend nach funktionalen Kriterien konstruiert zu sein.

Mir ist allerdings mal folgendes passiert:

Ein Mediziner, der regelmäßig mikroskopische Diagnostik betreibt, hat sich bei mir über die schlechte optische Qualität des Axioskops auf seinem Tisch beschwert. Er hat Ausstriche mit dem Objektiv 40x N.A.0.75 ohne(!) Deckglas untersucht.

Bei aller Vereinfachung der Arbeitsabläufe sind eben doch gewisse Grundkenntnisse notwendig. Man erwartet ja auch von einem Handwerker, dass er sein Arbeitsgerät beherrscht.

Genau diese Grundkenntnisse werden aber mittlerweile beispielsweise an den Unis oft überhaupt nicht mehr vermittelt. Da wundert es dann auch nicht mehr, dass (zumindest deutschsprachige) Literatur für jemanden, der etwas über sein Arbeitsgerät Mikroskop wissen will, nicht mehr zu bekommen ist.

Hierzu ein weiteres Beispiel: ich kann mich an ein mikrobiologisches Grundpraktikum erinnern, in dem die Immersionsobjektive mit Toilettenpapier "gereinigt" wurden - dann war da noch das Botanikpraktikum, in dem die Aperturblende für die Helligkeitsregelung da war usw.

Christian Linkenheld


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Ra_Engelmann



Anmeldung: 12.07.2001
Posts: 37
Wohnort: Magdeburg

BeitragVerfasst am: 17.07.2001, 06:51
   Titel: Kein Problembewusstsein?

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Zitat:
Original erstellt von Christian Linkenheld:
... Bei aller Vereinfachung der Arbeitsabläufe sind eben doch gewisse Grundkenntnisse notwendig....
Genau diese Grundkenntnisse werden aber mittlerweile beispielsweise an den Unis oft überhaupt nicht mehr vermittelt. Da wundert es dann auch nicht mehr, dass (zumindest deutschsprachige) Literatur für jemanden, der etwas über sein Arbeitsgerät Mikroskop wissen will, nicht mehr zu bekommen ist.



Das ist leider wahr. Zudem werden viele Neuheiten im Mikroskopie- oder Bildgebungsbereich zwar noch von deutschen Wissenschaftlern, in der Regel aber an ausländischen Forschungsinstituten entwickelt. Daran ist zwar prinzipiell nichts schlechtes, es ist aber z.T. merkwürdig, wenn gute Leute dann nach Jahren für viel Geld nach Deutschland zurückgelockt werden müssen.

Ralf Engelmann

[ 17. Juli 2001: Beitrag editiert von: Ralf Engelmann ]


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ziegler



Anmeldung: 11.07.2001
Posts: 9
Wohnort: 24568

BeitragVerfasst am: 17.07.2001, 12:45
   Titel: Kein Problembewusstsein?

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Hallo-
Christian Linkenheld schreibt weiter oben:
>>>Ein Mediziner, der regelmäßig mikroskopische
Diagnostik betreibt, hat sich bei mir über die schlechte optische Qualität des Axioskops auf seinem Tisch beschwert. Er hat Ausstriche
mit dem Objektiv 40x N.A.0.75 ohne(!) Deckglas untersucht.<<<
Sorry, aber bei fixerten und z.B. gefärbten Bakterien- und Blutausstrichen nehme ich auch kein Deckglas, sondern das Öl direkt aufs Präparat. Zum Ausgleich von Luftblasenartefakten bekommen die Ausstriche teilweise sogar erwärmtes! Immersionsöl im Vakuum! aufgetragen.
Betrachte tu ich das ganze dann z.B. mit Objektiven von 10er bis 100er (1,25-1,40).
--Oder habe ich jetzt bei der Bemerkung (dem "Ausrufezeichen") etwas falsch verstanden. Danke für einen kleinen Hinweis an einen "Mediziner" ) hierzu.


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kurpfalz



Anmeldung: 13.07.2001
Posts: 16

BeitragVerfasst am: 17.07.2001, 13:21
   Titel: Kein Problembewusstsein?

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Hallo,

beim Verwenden von Immersionsobjektiven ist es egal, ob man mit bzw. ohne Deckglas mikroskopiert (Brechungsindex von Deckglas und Immersionsöl praktisch identisch). Bei der Verwendung hochauflösender Trockenobjektive - also beispielsweise 40x NA 0.75 erhält man ohne Deckglas ein völlig unscharfes Bild. Zur Verdeutlichung einBeispiel dafür was bei der Verwendung eines solchen Objektivs ohne Deckglas herauskommt.


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ziegler



Anmeldung: 11.07.2001
Posts: 9
Wohnort: 24568

BeitragVerfasst am: 17.07.2001, 15:44
   Titel: Kein Problembewusstsein?

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Danke Christian Linkenheld,
immer wieder suuuper die Infos und Erklärungen auf Deiner Website mikroskopie.de Friedel


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dream_time



Anmeldung: 15.07.2001
Posts: 5
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 20.07.2001, 19:10
   Titel: Kein Problembewusstsein?

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Hallöchen,
hier ein Hinweis zur "deutschsprachigen Literatur": "Das Lichtmikroskop" hat Dieter Gerlach als Einführung in Biologie und Medizin geschrieben, u. a. wird auch der "Einfluss der Deckglasdicke auf das mikroskopische Bild" beschrieben. (Thieme Verlag)Man muss nicht Physiker sein um dieses Buch zu verstehen.
Viel Spass beim Lesen und...ein klein wenig Zeit muss man sich dafür schon nehmen.
Alice


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kurpfalz



Anmeldung: 13.07.2001
Posts: 16

BeitragVerfasst am: 20.07.2001, 20:35
   Titel: Kein Problembewusstsein?

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Hallo Alice,

der "Gerlach" ist sicherlich didaktisch hervorragend. Soweit mir aber bekannt ist stammt die letzte Auflage aus dem Jahr 1985 und ist inzwischen längst vergriffen. In "Mikroskopie in Forschung und Praxis" von H. Robenek (Hrsg.), 1995 war dann nochmal zusammenfassend ein Beitrag von Gerlach enthalten. Auch dieses Buch ist - soweit mir bekannt - nicht mehr erhältlich. Als ich mit dem Mikroskopieren begann waren als aktuelle Werke auch noch das "Handbuch der Mikroskopie" (Beyer/Riesenberg -3. Auflage 1988 - absolute Spitzenklasse) aus dem VEB Technik Berlin und "Moderne Methoden der Lichtmikroskopie" von G. Göke erhältlich. Es gab also vor etwa 12 Jahren genau 3 wirklich umfassende Werke zur Lichtmikroskopie. Wenn ich mich nicht irre ist mittlerweile nichts Vergleichbares mehr erhältlich. Zur Zeit läuft bei eBay eine Versteigerung des "Handbuch der Mikroskopie" in der Auflage von 1977. Das aktuelle Gebot liegt bei DM 120.-. Da frage ich mich wirklich wie groß die Verzweiflung sein muss, dass selbst für ein rund 25 Jahre altes Buch regelmäßig weit über DM 100.- geboten werden. Wer derzeit in die Mikroskopie einsteigen will und sich wirklich für sein Mikroskop interessiert, für den bietet der aktuelle Buchmarkt in deutscher Sprache eigentlich nichts mehr - oder irre ich mich?

Christian Linkenheld


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Ra_Engelmann



Anmeldung: 12.07.2001
Posts: 37
Wohnort: Magdeburg

BeitragVerfasst am: 21.07.2001, 10:56
   Titel: Kein Problembewusstsein?

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Nein, Du liegst richtig. Es gibt kein deutschsprachiges Mikroskopie-Fachbuch mehr. Die Verlage planen wohl auch nichts, denn die wenigen Neuankündigungen beschranken sich auf ein weiteres Jugend-Mikroskopierbuch. Als letzter Notnagel kann evtl. noch das Buch "Angewandte Mikroskopie" der Firma Helmut Hund dienen (nicht im Buchhandel). Ich kenne es allerdings auch nur aus der Preisliste (ca. DM 40,-, Best.-Nr. 902.96785). Falls Jemand dieses Buch besitzt, vielleicht kann er ja mal eine Kurzkritik hier posten?

Evtl. muss man auch einfach umdenken. Es gibt Mikroskopierbücher für Amateure, die Schulmikroskopie und für die Praktika des Grundstudiums in Biologie, Medizin und Geologie. Letztere besitzen aber meist nur ein Kapitel, welches sich mit der mikroskopischen Gerätetechnik befasst. Der Rest sind Präparieranleitungen und Präparatbeschreibungen. Dies entspricht aber dem deutschen Schul- und Universitätsalltag.

Mikroskopie findet zu Anfang des Grundstudiums mit einfachsten Geräten statt, und dann meist lange nicht mehr. Häufig erst in der Phase der Diplomarbeit geht es wieder ans Mikroskop, dann aber auf Forschungsniveau. Hier ist nun die Lektüre englischsprachiger Fachliteratur sowieso notwendig, warum also nicht auch zur Mikroskopie? Allerdings ist das Angebot auch hier nicht so dermassen üppig. Problematisch ist auch der durchweg hohe Preis englichsprachiger Mikroskopiebücher.

Es wäre schön, wenn sich Verlage und evtl. Mikroskopiefirmen in gemeinsamer Anstrengung dazu entschliessen könnten, wenigstens ein anspruchsvolles Standardwerk der Mikroskopie wieder verfügbar zu machen. Eine leicht gekürzte Fassung des Robeneck im handlichen Format um die DM 45,- wäre wohl das, was fortgeschrittene Studenten, Diplomanden und Doktoranden oder auch der Arzt im Praktikum kaufen würden.

Ralf Engelmann

[ 21. Juli 2001: Beitrag editiert von: Ralf Engelmann ]


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Micha



Anmeldung: 09.07.2001
Posts: 28

BeitragVerfasst am: 21.07.2001, 14:51
   Titel: Kein Problembewusstsein?

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Mikroskopieren von Anfang an

Carl Zeiss Jena GmbH (1997) 2.überarbeitete Auflage
Autor: Dr. H.G. Kapitza
Seiten: 45

(Englisch oder Deutsche Ausgabe)
Bei Interesse wendet euch bitte direkt an Fa. Carl Zeiss
-Adresse im Forum "Hersteller"

gruss
Micha


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