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Mikroskopie-Treff.de - Übersicht  -  Mikroskopie
Thema: Bezugsquelle für Dauerpräparate?
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Wolfgang Linda



Anmeldung: 16.07.2006
Posts: 18
Wohnort: Frankfurt am Main

BeitragVerfasst am: 13.03.2009, 21:55
   Titel: Bezugsquelle für Dauerpräparate?

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Hallo,
gibt es eine zuverlässige Bezugsquelle für qualitativ hochwertige Dauerpräparate? Man sollte nach Möglichkeit das erkennen, was die Etikettbeschriftung vorgibt bzw. verheißt. Und natürlich sollten die Präparate sich nicht nach paar Jahren auflösen, die Farben nicht ausbleichen, das Einschlußmittel keine Lufteinschlüsse bekommen oder die Deckgläser ganz abfallen. So geschehen bei einer von mir beim Lieder-Versand zum Thema Bakteriologie erstandenen Sammlung.

Gruß

Wolfgang



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microklaus



Anmeldung: 13.01.2007
Posts: 268
Wohnort: Neuhausen

BeitragVerfasst am: 13.03.2009, 22:37
   Titel: Präparate

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Hallo Wolfgang, wenn Lieder liederliche Präparate ausliefert, dann musst Du heftig reklamieren!

Und wenn die Reaktion nicht befriedigend ausfällt, dann solltest Du hier deine Erfahrungen kund tun. Da kann man schon auf die Pauke hauen.

Eine Bakteriensammlung ist allerdings etwas exotisch. Was willst Du da groß sehen. Dass Kokken rund sind?

Kannst Du mal etwas genauer sagen was Du suchst?

Histologie? Botanik? Mineralogie?



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Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus Herrmann
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Wolfgang Linda



Anmeldung: 16.07.2006
Posts: 18
Wohnort: Frankfurt am Main

BeitragVerfasst am: 14.03.2009, 16:20
   Titel: Re: Präparate

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Hallo Herr Herrmann,
besten Dank für die prompte Antwort.
Der Kauf dieser im wahrsten Sinne des Wortes "liederlichen" Sammlung liegt jetzt wohl schon mehr als 25 Jahre zurück.
Sie hat damals schon ca. 100 DM gekostet. Sicherlich, Bakterien stellen für den Durchschnittsmikroskopiker keinen besonderen ästhetischen Reiz dar, und an Strukturen ist auch nicht viel zu erkennen, aber da ich aus der Ecke Mikrobiologie komme, bot sich das an. Die Herstellung der Präparate ist ja im Gegensatz zu histologischen Dünnschnitten i.d.R. auch denkbar einfach. Umso enttäuschter und verärgerter war ich deshalb, dermaßen schlampig angefertigtes Material für teures Geld erhalten zu haben. Eine funktionierende Qualitätskontrolle scheinen meine Präparate jedenfalls nicht durchlaufen zu haben. Aber das ist Vergangenheit. Jedenfalls würde ich aufgrund dieser Erfahrung nie wieder bei Lieder Dauerpräparate kaufen. Mag sein, daß das ein Einzelfall ist, das mag ich nicht beurteilen. Einmal reingefallen genügt mir aber.
Was mich speziell interessieren würde?
Insbesondere Parasitologie und medizinische Bakteriologie:
Mit anderen Worten, das ganze Schreckenskabinett, das die Natur als Geißeln der Menschheit bereithält:
Z.B. Blutparasiten (Erreger der Malaria, Schlafkrankheit), Trichinen, Egel etc.
Sicherlich auch exotisch, aber meiner Meinung nach nichtsdestotrotz interessant.

Beste Grüße

Wolfgang

PS: Habe selbst schon einige Bakterienausstriche gefärbt (Karbolfuchsin; Karbolgentianaviolett; Methylenblau) und in Malinol, das früher so angepriesen wurde, weil es ein neutrales Kunstharz ist, eingeschlossen. Die Präparate haben durch die Bank alle ihre Farbe verloren, sprich, sind ausgebeleicht. Mit der Neutralität scheint es insofern nicht weit her zu sein Wink



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micro-man



Anmeldung: 18.01.2008
Posts: 90

BeitragVerfasst am: 15.03.2009, 12:28
   Titel:

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Hallo!

Ich weiß über Lieder nicht mehr, als daß es dieses Unternehmen gibt.
Aber trotz des Alters von 25 jahren würde ich einfach mal Kntakt mit Lieder aufnehmen ( ist ja heute in der Zeit von emails keine Schweirigkeit mehr ) und mal nachfragen.
Wenn Lieder ein wirklich kundenfreundlichen Unernehmen ist, wird es solche Beschwerden ernst nehmen und ( auch nach 25 Jahren! ) noch Ersatz liefern. Versuchen kann mal es ja mal. Für das Unternehmen würde sich der Schaden bei einem kostenlosen Versand einer neuen "Bakteriensammlung" an Sie sicherlich in erträglichen Grenzen halten Wink
25 Jahre sind ja für ein "Dauer"-Präparat nicht viel. ich habe hier ein über 100 Jahre altes tadelloses Diatomeenpräparat.
Sollten Sie tatsächlich mit Lieder Kontakt aufnehmen, wäre es nicht uninteressant, Ihre Erfahrungen hier im Forum zu lesen.

Gruß micro-man


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microklaus



Anmeldung: 13.01.2007
Posts: 268
Wohnort: Neuhausen

BeitragVerfasst am: 15.03.2009, 14:33
   Titel:

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Hallo Wolfgang,

jetzt habe ich doch mal in meiner Sammlung "geblättert": Ich habe viele Präparate von Göke von Diatomeen, Radiolarien angefangen über Botanik; Histologie, Histopathologie und auch Bakterien. Mit Ausnahme der Bakterien alles top!

Bei Lieder ist es genauso: Bakterien: verblasste Farbklekse ohne Struktur. Andere Bakterienpräparate "Streuherkunft" : alles Matsch!
Dagegen habe ich von Lieder Präparate, 15 Jahre alt, die tadellos sind.

Ein neues aus jüngster Produktion: Fliegenkopf

Fazit: Bakterien sind wohl schwierig. Und nach 25 Jahren sicher nicht ganz einfach eine Reklamation anzubringen. Auch bei einem großen Mikroskophersteller dürfte nach der Zeit die Kulanz gering sein!

Für Parasiten hätte ich eventuell eine Quelle. Werde mich melden!

Histologie und Histopathologie hätte ich selber abzugeben.

Gruß Klaus



800_IMG_0001_25.jpg
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Fliegenkopf
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Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus Herrmann
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Wolfgang Linda



Anmeldung: 16.07.2006
Posts: 18
Wohnort: Frankfurt am Main

BeitragVerfasst am: 15.03.2009, 15:51
   Titel:

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Hallo micro-man, hallo Herr Herrmann,
mit der Reklamation dürfte es nach so langer Zeit tatsächlich schwierig sein, zumal ich außerdem auch keine Quittung für diese Sammlung mehr vorlegen kann, es handelte sich nämlich seinerzeit um ein Geschenk, das ich unter dem Christbaum vorfand. Das corpus delicti liegt mir freilich noch vor und ist bislang nicht entsorgt worden.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß Lieder immer so eine hundsmiserable Qualität liefert, aber in diesem Fall müssen die Präparate von jemanden angefertigt worden sein, der wirklich keine Ahnung von der Materie hatte. Aber das wäre nicht das Schlimmste. Das Schlimme ist, daß Lieder sowas hat durchgehen lassen. Natürlich weiß ich nicht, welchen Anspruch dieses Unternehmen erhebt oder welchen Namen es zu verlieren hat. Mir war der Name eben über kosmos Stuttgart, Franck'sche Verlagshandlung, ein Begriff, und da dachte ich, ich könnte Qualität erwarten. Und diese Präparate herzustellen gehört ja nun, sofern man das richtige Ausgangsmaterial hat, pathogen oder nicht-pathogen, wirklich zu den leichteren Übungen, wie ich meine: Ausstrich herstellen -> Luftrocknen -> Flammenfixierung -> Färben -> Einschließen und fertig ist. Das einzige, woran ich mich selbst bisher herangetraut habe. Deshalb weiß ich eigentlich, wie sowas aussehen kann. Aber mir geht es hier auch gar nicht darum, Lieder an den Pranger zu stellen, die mögen ja vielleicht sogar sonst brauchbare Präparate herstellen. Ich habe dieses Beispiel nur herangezogen, weil es die erste und letzte "professionelle Präparatesammlung" war, die ich bei einem kommerziellen Hersteller erstanden habe. Und da ich auch sonst schon einiges Negatives über kommerzielle, mikroskopische Dauerpräpartae gehört und gelesen habe, wollte ich mich fürs nächste Mal einer halbwegs zuverlässigen Quelle versichern.
Göke gibt es ja leider nicht mehr. Und Bresser? Beim Googlen bin ich noch auf Two-K Manufacturing Gmbh, eine Firma aus Hamburg, gestoßen. Ist das eine angelsächsische Firma? Dem Namen GmbH nach zu urteilen, ja eigentlich nicht. Die Homepage ist jedenfalls in englisch gehalten, also zeitgemäß Wink
Wie auch immer, für zuverlässige Bezugsquellen wäre ich sehr dankbar.

Beste Grüße

Wolfgang



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Wolfgang Linda



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BeitragVerfasst am: 15.03.2009, 16:15
   Titel:

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Hallo Herr Herrmann,
der gezeigte Fliegenkopf mit dem Saugrüssel samt Mundwerkzeugen ist natürlich mustergültig. So stellt man sich das eigentlich vor.
Handelt es sich um ein Werbefoto oder um ein von Ihnen selbst gemachtes Foto aus Ihrer Sammlung?
An Ektoparasiten wie Zecken, Wanzen, Läusen und Flöhen etc. wäre ich auch interessiert. Natürlich nur in eingeschlossener Form, versteht sich Wink
Um nochmal auf die Bakterien zurückzukommen: Kügelchen, Schräubchen und Stäbchen geben nicht immer viel her. Anders dagegen sieht es aus bei histopathologische Präparaten, die die Erreger im Blutausstrich oder einem Gewebeschnitt zeigen.
Und eine professionell angefertige Sporen- oder Geißelfärbung bietet durchaus auch ihren ästhetischen Reiz.
Vermutlich spezialisieren sich die Hersteller auf Material, das öfters nachgefragt und leicht beschaffbar wird. Ich weiß nicht, ob heute noch an den Schulen mikroskopiert wird. Soweit ich mich erinnere, haben wir die zwei-, dreimal, bei denen wir die Mikroskope in der Schule ausgepackt haben, 08/15-Präparate unter der Linse gehabt.
Wahrscheinlich fällt Bakteriologie und Parasitologie deshalb in den eher "exotischen" Bereich. Und die potentielle Pathogenität stellt ja auch einen gewissen Risikofaktor dar. Nur, wenn ich sowas auf dem Markt anbiete, dann darf ich als Hersteller auch nicht irgendeinen "Fliegendreck" abliefern.
Ich habe auch schon mal überlegt, ob nicht die Pathologie einer Uniklinik oder eine MTA-Schule ein potentieller Ansprechpartner wäre. Aber die haben wahrscheinlich auch Besseres zu tun. Und wer hat schon immer Bekannte aus der Pathologie?

Beste Grüße

Wolfgang



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microklaus



Anmeldung: 13.01.2007
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BeitragVerfasst am: 15.03.2009, 16:47
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Hallo Wolfgang,
erst mal OT: wenn einer mit seinem Vornamen unterschreibt, gehe ich stillschweigend davon aus, dass er unkonventionell kommuniziert und ich nehme mir dann die Freiheit- der darf sich diese aber umgekehrt dann auch nehmen! Very Happy

Das Präparat ist aus meiner Lieder-Sammlung. Das Bild natürlich auch von mir! Hier nochmal im DF

Mit einer Zecke kann ich auch dienen. Selbst abgezupft von der zarten Haut einer nahen Verwandten! Shocked

Trichinen hätte ich einige:

Ich sagte ja: ausser Bakterien: sehr ordentlich!

Gruß Klaus



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Zecke AL-Pol
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Fliegenkopf im DF
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Klaus Herrmann
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micro-man



Anmeldung: 18.01.2008
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BeitragVerfasst am: 15.03.2009, 17:16
   Titel:

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Hallo Herr Linda,

na ja, mit "Reklamation" meine ich ja auch keine "Reklamation" mit Rechtsanspruch. ich würde dennoch die Firma anschreiben, denn Sie beklagen ja Probleme ( abgefallene Deckgläser etc. ),m die nicht typisch für Präparate dieses Alters sind.
Und wenn ich Geschäftsführer eines solchen Unternehmens wäre, würde ich Ihnen mit einem freundlichen begleitschreiben einen neuen präparaktekasten (n der ja in der Herstellung so gesehen nicht viel kostet ) "schenken". Ich weiß, daß die Zteiten, in denen so etwas üblich war, seit mindestens 20 Jahren vorüber sind.

Von TWO-K Manufacturing habe ich vor ca. 2 Jahreh via ebay 2 vollständige Kästen "humane Histologie" und "Biologie" (jeweils 100 Präparate gekauft ). Die Aufschrift ist in englischer Sprache, leider ( m.E. in großes Manko! ) finden sicher keinerlei(!) Angaben zur Färbung, die Präparate sind aber allsamt ausgesprochen sauber geschnitten und sehr "ästhetisch" gefärbt. Ob die Aufkleber 25 Jahre halten bzw. haften, wage ich etwas zu bezweifeln. Ansonsten kann man gegen die 2-K-Präparate absolut nichts sagen. Kein Vergleich zu dem, was ich schon unter dem Namen "Kosmos" gesehen habe.
Und der Preis, den ich damals über die Vorschlagsoption ausgehandelt habe, war völlig o.k.

Beipsiel: Alle Bilder hier sind - mit Ausnahme des dritten Bildes - von präparaten der Firma 2-K-Manufacturing.

http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?1,41663,41663#msg-41663


Ob allerdings bei 2-K-Präparaten nach 10 oder mehr Jahren auch die Deckgläser abfallen, weiß ich natürlich nicht! Wink

Gruß
micro-man


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microklaus



Anmeldung: 13.01.2007
Posts: 268
Wohnort: Neuhausen

BeitragVerfasst am: 15.03.2009, 18:28
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Hallo Peter,

bei den Präparaten fallen aber doch auch einige auf: Die Daphnie sieht ziemlich matschig aus!
Das Blutpräparat zeigt bei den Leucos eigentlich eine Fehlfarbe!
Siehe Bilder von CaDi!
Die Mitose in der Küchenzwiebelwurzel ist auch matschig: ich kann nur Klekse sehen.

Was hat denn ein 100er Kasten gekostet? Ich meine Angebote gesehen zu haben, die immer über 100 € lagen? Oder war das ein anderer Hersteller?
Und Parasiten werden wohl nicht angeboten? Bakterien schon gar nicht!



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Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus Herrmann
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micro-man



Anmeldung: 18.01.2008
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BeitragVerfasst am: 15.03.2009, 18:52
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Lieber Klaus,

ja, die Daphnie ist in der Tat nicht so der "Hit"; Der Blutausstrch ist aber in Ordnung, der Farbfehler kommt durch die Kamera, die bei diesem Präparat mit ihrem automatischen Weißabgleich an ihre Grenzen stieß. ich weiß, daß ich damals mit der DCM 130 gerade an diesem Präparat zig vergebliche Versuche unternommen habe, eine reale Farbdarstellung zu erzeugen. Eigentlich sind die Präparate schon recht ordentlich.
Ich habe für das Biologie-Set ( 100 slides ) 75 EUR bezahlt, für das set humane Histologie 120 oder 140 EUR, ich weiß es nicht mehr ganz genau.

Gruß
micro-man ( Peter Smile )


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Wolfgang Linda



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BeitragVerfasst am: 15.03.2009, 19:08
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Hallo micro-man,
ja, aber nach soviel Jahren noch Kulanz erwarten? Ich fürchte das ist schon verjährt.
Die Präparate von TWO-K Manufacturing sehen eigentlich recht ordentlich aus. Natürlich hätte man sich bei der Wurzelspitze von Allium cepa die verschiedenen Mitosestadien (insbesondere Ana- und Metaphase) gewünscht.
Dauerpräparate von Plankton oder speziell Einzellern sind, ich glaube, das schreibt schon Stehli in seinem Buch, "Mikroskopie für jedermann", nicht lohnenswert, da durch die Fixierung die feinen Zellstrukturen verloren gehen. Daher wohl auch der, wie Herr Herrmann schreibt, matschige Eindruck beim Wasserfloh oder auch beim Paramecium.
Dann scheint es sich aber doch um eine angelsächische Fa. zu handeln, wenn die Präparate alle englisch beschriftet sind?
Bei einer deutschen Firma, sei sie auch international ausgerichtet, die auch deutsche Kunden ansprechen will, würde ich zumindestens eine deutsche Variante der Homepage erwarten.
Sei's drum. Wenn die Präparate was taugen. Allerdings sind auf der Seite auch keine Preise auszumachen. Ich wundere mich nur, daß da keine Garantien in Sachen Mindesthaltbarkeit gegebene werden. Eine Firma mit viel Erfahrung und Tradition müßte das doch eigentlich wissen, oder? Aber in unserer schnelllebigen Zeit und Wegwerfgesellschaft wohl zuviel erwartet. Es soll ja Präparate geben, die mehr als hundert Jahre alt sind, und die sind immer noch tadellos. Wahrscheinlich liegt das daran, daß diese zumeist mit einem Lackring versiegelt wurden. Bei den unversiegelten Präparaten kann man ja wohl die Tage absehen, an denen die ersten Risse im Einschlußharz von Deckglasrand her sichtbar werden, und zuschlechterletzt fallen sie ganz ab.
In Sachen Parasitologie/Bakteriologie wird wohl nicht soviel angeboten. Aber ich muß zugeben, das ist ein ausgefallenes Thema. Und die Zeiten der großen Mikrobenjäger a la Koch, Behring, Loeffler, Gaffki, Ehrlich etc. sind ja auch vorbei Wink
Dafür kann sich offensichtlich keiner mehr begeistern. Na ja, vielleicht noch das Robert Koch Institut in Berlin, oder das Tropeninstitut in Hamburg?

Beste Grüße

Wolfgang



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Wolfgang Linda



Anmeldung: 16.07.2006
Posts: 18
Wohnort: Frankfurt am Main

BeitragVerfasst am: 16.03.2009, 13:22
   Titel:

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Hallo Klaus,
dann nehme ich mir doch auch die Freiheit.
Ja, alles sehr schöne Präparate, und gar nicht "liederlich".
Das Interesse ist geweckt.
Die Konditionen dann besser via Email.

Beste Grüße

Wolfgang



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alfor



Anmeldung: 05.01.2002
Posts: 6
Wohnort: Tübingen

BeitragVerfasst am: 16.03.2009, 16:03
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Hallo Herr Linda,

Es ist bestimmt ärgerlich, wenn ein Dauerpräparat schon nach 25 Jahren zerfällt. Aber ganz bestimmt hat dies der Hersteller nicht gewollt.

Deshalb sind ein paar grundsätzliche Überlegungen angebracht:

Präparate von Bakterien werden zumeist als Ausstrich mit Giemsa, nach Gram oder Ziehl-Neelsen gefärbt, wobei neben Form und Größe der Bakterien die Beständigkeit der Färbung (Gram positiv / negativ oder 'säurefeste Stäbchen') bei der Beurteilung eine Rolle spielen.

Man untersucht mit stärkster Vergrößerung und Öl-Immersion, in aller Regel sogar ohne Deckglas. Meine so hergestellten und trocken ohne Deckglas aufbewahrten Präparate von 1974 sind heute noch - nach immerhin 35 Jahren - kräftig gefärbt. Davon habe ich mich soeben selbst überzeugt. Und muss hinzufügen, dass ich diese Präparate aus meiner Studienzeit seither kaum einmal angesehen habe. Denn Salonpräparate zum Vorzeigen sind bakteriologische Ausstriche kaum. Deswegen findet man sie auch kaum in den üblichen Sammlungen.

Deshalb: Wem es nur darum geht, unterschiedliche Bakterien unter dem Mikroskop zu sehen, kann sich selbst sehr schnell ein frisches Präparat herstellen (Heuaufguss / Eiterausstrich / Fäulniserreger ausstreichen, trocknen, Hitze-fixieren und mit Methylenblau anfärben). Ohne Deckglas trocken und dann mit Immersion mikroskopieren. Oder frisch mit Deckglas im Phasenkontrast. Da kann man die Bewegung und ev. sogar die Geißeln erkennen.

Zur Aufbewahrung genügt es, das Immersionsöl leicht abzutupfen und die Präparate in einem staubdichten Kasten trocken aufzubewahren. So kann man sie immer wieder betrachten.

Es gibt also kaum einen guten Grund, Bakterien-Präparate als Dauerpräparate unter einem Deckglas einzubetten, es sei denn als Schüler- oder Kurspräparate. Denn dabei pflegen die Objektträger mit so großer Hingabe geputzt zu werden, dass ein nicht eingedeckter Ausstrich bald zerstört ist - So nach ca. 10 bis 20 Kursen...

Mit dem Einbetten in "Balsam" fangen die Probleme eigentlich erst an: Der Original-Kanadabalsam ist als Naturprodukt schlecht definiert und neigt zur sauren Reaktion: Die Präparate bleichen vom Rand her aus (deshalb: Große Deckgläser!). Caedax als optimaler Ersatz wurde vor ca. 25 Jahren wegen toxischer Bestandteile aus dem Verkehr gezogen und durch eine Vielzahl neuer Produkte ersetzt: Eukitt, Entellan, Rhenohistol, DePeX usw. usw. Natürlich hochgelobt ob ihrer besseren Eigenschaften. Heute ist man z.T. des Besseren belehrt, nachdem die Präparate ausgeblichen, das Deckglas abgeplatzt, das Medium auskristalisiert ist usw. usw.

Ich nehme an, auch bei der Firma Lieder hat man damals auf ein neues Einbettmittel umgestellt. Das kann man nicht zum Vorwurf machen. Hinzu kommt eine möglicherweise 'suboptimale Aufbewahrung' der Präparate, die dem Licht, Hitze und Kälte ausgesetzt werden: Liegend, stehend oder hängend??

Wichtig wäre es nur zu wissen, wo der Fehler lag, um daraus zu lernen: Welches Einbettmittel wurde verwendet, und wie wurden die Präparate aufbewahrt. An solchen Angaben wäre ich sehr interessiert! Als Gegenleistung biete ich gerne Präparate tropischer Parasiten (Plasmodien und Trypanosomen etc.).

Denn, auch wenn die Zeiten von Robert Koch vorbei zu sein scheinen: Mikroskopiert wird auch heute noch allenthalben, auch hier bei uns in Tübingen!

Mit freundlichen Mikroskopiker-Grüßen,

Alfons Renz


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Wolfgang Linda



Anmeldung: 16.07.2006
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Wohnort: Frankfurt am Main

BeitragVerfasst am: 16.03.2009, 19:08
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Hallo Herr Renz,
vielen Dank für Ihren informativen Beitrag!
Die Aufbewahrung der bloßen, uneingedeckten Ausstriche hatte ich nie in Erwägung gezogen, weil sich das, wie ich dachte, mit der Ölimmersion nicht verträgt, nach dem Motto: "Ein Wisch und alles weg." Aber offenbar verträgt er besser das Öl als das Einschlußmittel. Bei Blutausstrichen wußte ich das auch, daß die Blutzellen sehr fest auf dem Glas kleben, aber bei Bakterienausstrichen habe ich das nicht erwartet, das erschien mir hinfälliger.
Eine richtige Weiterentwicklung in puncto Einschlußmittel scheint es ja hier leider auch nicht gegeben zu haben. Da war die Mikroskopie mit dem Caedax schon mal weiter. Die Langzeitstudien bringen es nun mal ans Licht der Sonnen, daß die hochgelobten mit Vorschußlorbeeren versehenen, "neutralen" Kunstharze nicht das halten, was man ihnen angedichtet hat.

Aufbewahrt habe ich die Präparate in dem dafür vorgesehenen Präparatekästchen, also in vertikaler Lage. Sie wurden stets bei Zimmertemperatur gelagert, also unter konstanten, gemäßigten Temperautrverhältnissen.
Worin sie nun eingeschlossen wurden, kann ich leider nicht sagen. Das wurde nicht angegeben und steht auch nicht auf dem Etikett drauf. Das mag nur Lieder selbst wissen.
Das Problem des Austrocknens des Einschlußmittels vom Deckglasrand sollte ja durch die seit altersher bekannte Lackversiegelung zu beheben sein. Warum das nicht mehr gemacht wird, ist das Geheimnis der Hersteller Wink
Die Herstellkosten sollten ja durch diese Maßnahme nicht überproportional anwachsen.
Ja, die Lebendbeobachtung der Bakterien hat schon ihren Reiz, sei's, um im Dunkelfeld die silberfädenen, tanzenden Geißelanhänge zu bestaunen oder auch um mittels Phasenkontrast Einschlüsse wie Sporen, Speicherstoffe etc. zu bewundern. Da sage einer noch, Bakterien gäben nicht viel her.
Mich hat allein schon dieses Gewimmel und Gewusel immer fasziniert, mit welcher Geschwindigkeit da manche Arten, Torpedos gleich, durchs Gesichtsfeld schießen, andere dagegen behebig am Auge des Betrachters vorbeitaumeln. Ganz abgesehen von den biochemischen Leistungen und dem Anpassungsvermögen dieser "Alleskönner".
Aprospos tropische Parasiten: Ich lese zurzeit ein Buch mit dem Titel "Parasitus Rex" von Carl Zimmer.
Daraus zwei Zitate: "Parasitologen, die sich längere Zeit mit Trypanosomen beschäftigen, neigen dazu, sich in sie zu verlieben."
"Trypanosoma brucei hat viele entzückende Merkmale, die diesen Parasiten zum Liebling der Experimentalbiologen gemacht haben."
Aus Sicht des Patienten sicherlich nicht nachvollziehbar.
Andererseits, kein Fortschritt ohne Menschen, die sich noch für ihr Forschungsgebiet begeistern können.

Beste Grüße

Wolfgang Linda



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